ESEL & ARBEITSTIERE IN NOT

Vielen Arbeitstieren in südlichen Ländern und im Osten Europas geht es lausig. Sie schufften und werden oft nur minimal betreut. Wenn sie nicht mehr können - altersbedingt oder wegen einer Beeinträchtigung - dann werden sie geschlagen und oft einfach ausgesetzt und ihrem eigenen Schicksal überlassen. Tierarzt- oder Hufschmied-Kosten werden selten oder gar nicht aufgebracht. Einigen Haltern fehlt das Geld, andere sind einfach ignorant.
Die Tierbotschafter.ch helfen Eseln und Arbeitstieren in Not. Wir ermöglichen den Tieren - mit der Unterstützung von Paten - ein schmerzfreies, möglichst gesundes und artgerechtes Leben in Würde.


MAROKKO
Michèle in Agadir kümmert sich nebst den vielen Tieren auf ihrer Ferme und den grossen Kastrationsprogrammen in und um Agadir auch immer wieder um verletzte Grautiere. Don Quichotte und seit Juli 2017 auch Benjamin, das neuste Sorgenkind, betreut und pflegt sie. Wir übernehmen zusammen mit Paten die Kosten für Benjamin, Don Quichotte und für weitere Notfälle. Mehr zu Michèle 


TÜRKEI
Wir unterstützten den einzigen Gnadenhof für Esel im Südosten der Türkei während 2 Jahren finanziell und durch die Vermittlung von Patenschaften. Ganzer Projektbeschrieb als PDF

 

1. Oktober 2017

Benjamin kommt nun schon zum Fenster bei Michèle, wenn er sich am Laternenpfahl kratzt, dann fliegt der um…. Mit Diabolo, dem Chefkater versteht er sich offenbar prächtig und auch mit den Hunden geht es gut.

Sein Bein wird wohl nie mehr gut kommen, aber er geniesst das unbeschwerte Leben ganz offensichtlich.

Inzwischen stehen  neben dem verliebten DonQuichotte und Loulu seit Ende August ein verletztes und ausgesetztes Maultier. Dank unserem Programm konnte auch die gerettet werden. Die Dame heisst Grisell und wir werden noch von ihr hören :-)

 

 

27. Juli 2017

Die verletzte LEILOU steht schon seit 3 Tagen an der Autobahnausfahrt.

Benjamins Rettung und das damit verbundene neue Projekt Esel, Arbeitstiere in Not hat eine hohe Akzeptanz gefunden.

Dank der spontanen Solidarität konnten wir mit LEILOU bereits einen neuen Notfall aufnehmen. Die verletzte Eselsdame wurde bei der Autobahnausfahrt vor der Zahlstelle Amskroud, Taroudant aufgegriffen. Sie stand mehrere Tage dort und konnte kaum gehen. Sie steht jetzt im gleichen Stall wie DonQuichotte und wird wohl zum ersten Mal in ihrem Leben verwöhnt und gepflegt.

 

21. August 2017

Benjamin hat mächtig zugelegt. Er geniesst es sehr auf der momentan wunderbar saftigen Wiese zu weiden.

Sein struppiges Fell hat er dank regelmässigen Bürsten abgelegt (sorry lieber Benjamin, jetzt gleichst Du bald einem Hypo, vielleicht müssen wir Dich umtaufen in Hypo-Beni :-))

 

18. Juli 2017

Benjamin geht es bereits etwas besser. Er fühlt sich wohl auf Michèles Ferme und Ihaaa't, was das Zeug hält.... solange, bis Michèle zu ihm geht.
Er beginnt auch ganz langsam und fein sein Bein wieder zu belasten.
Danke den lieben Paten und Spendern <3 <3 <3

22. August 2017

 

 

10. Juli 2017

Der arme Esel in Agadir scheint schon sehr lange mit grossen Schmerzen unterwegs gewesen zu sein. Filmli Benjamin auf der Strasse

Anfangs Juli 2017 kam er dann zu Michèle. In einem bedauernswerten Zustand, von Schmerzen gepeinigt - niemand schien zuständig. Sein Bein sah grauenvoll aus; nicht gebrochen, aber mit üblen Infektionen. Benjamin, wie der unkastrierte Hengst inzwischen heisst, kommt zu Michèle auf die Ferme und wird sofort vom Tierarzt behandelt. Einquartiert zwischen den Hühnern, umringt von unzähligen Katzen und vielen Hunden, kriegt er nebst der dringend nötigen medizinischen Behandlung auch gutes Futter. Und wohl zum ersten Mal in seinem Leben einen Apfel... den er nach anfänglicher Skepsis mit Genuss verzehrt.

Benjamin ist ein tragischer Fall, aber er ist ein Kämpfer und es geht ihm von Tag zu Tag besser. Michèle und die marokkanischen Fachleute kämpfen für Benjamin und geben ihm die Chance, die er verdient hat!
Wir drücken Benjamin und dem ganzen Team die Daumen, dass er bald wieder mehr Lebensqualität hat und auf alle vier Beine kommt.

Wer übernimmt eine Patenschaft für Benjamin oder seine Kollegen?

 

Hinweis: Wir suchen jeweils mehrere Paten pro Tier, um die ganzen Kosten (Basiskosten, Tierarztkosten, Futter, Hufpflege, etc)  decken zu können. Falls wir mehr Spenden einnehmen sollten, werden wir das Geld zweckgebunden für weitere Notfall-Arbeitstiere verwenden.
 

1. Juni 2016

Don Quichotte lebt seit 2016 unter der Obhut von Michèle in Agadir. Der rund 20-jährige Esel hat sein Leben lang geschuftet und wurde dann, als er behindert und nicht mehr leistungsfähig war, einfach entsorgt.
Don Quichotte leidet unter Atrophie am hinteren Bein. Seit er regelmässige Pflege, Futter und ein gutes Plätzchen auf einer Ranch hat, geht es dem alten Herrn sehr gut. Don Quichotte ist (noch) nicht kastriert und so reisst er ab und zu aus. Das letzte Mal war er 3 Tage unterwegs, als er einer Eselsdame nachtrippelte...
Die Kosten für einen Esel in Marokko sind relativ hoch, da Futter in der kargen Landschaft zugekauft werden muss. Auch steht bald die Kastration an, denn Don Quichotte wird künftig nicht mehr den Luxus einer Einzelboxe haben. Es hat zu viele Notfälle auf der Strasse.

1. Januar 2015

Denn 1. kommt es anders und 2. als man denkt...

Die Esel von Agnes und Peter sind alle wohlerhalten auf der Eselsinsel von Pro-Animale in Balikeshir untergebracht. So wie’s aussieht, werden sie auch dort bleiben, denn ein Transport nach Deutschland auch für die jüngeren und fitten Tiere ist aufgrund der Vorschriften praktisch unmöglich.
Gemäss unserem Wissenstand gibt es in der Gegend in der Südtürkei keine Auffangstation für Arbeitstiere. Deshalb ist es besonders tragisch, dass der einzige Eselsgnadenhof der ganzen Region nun nicht mehr ist.
 

Wir halten Augen und Ohren offen. Damit wir nicht ganz aus der Türkei verschwinden, unterstützen wir Karin und ihre Strand- und Strassenhunde & Katzen in der Gegend. So können wir doch immerhin Tieren in der Türkei zu einem besseren Leben verhelfen und durch Kastrationen viel unnötiges Leid verhindern.

27. Juli 2014

Der türkische Tierarzt ruft Agnes und Peter Ende Juni 14 an, ein Esel irre seit Tagen bei einem alten Steinbruch umher. Die Tierschützer vom Eselgnadenhof finden den armen Kerl nach zwei Stunden Suchen. Sie nennen ihn Max und stellen ihn zu Fritzle ins Gehege, in der Hoffnung dass die Beiden sich anfreunden. Peter berichtet uns: „Aus Max werde ich nicht ganz schlau. Er ist mit Sicherheit schon recht alt. Wie man auf den Bildern sieht, ist er ein ziemlich kleiner, knuffiger Kerl. Was auffällt, ist sein 5cm langes Fell. Es scheint fast so, als ob Max erst vor kurzem von der Yaila herunter gekommen ist. Während unsere anderen Esel schon mitten im Fellwechsel sind, sitzt das Winterfell von Max noch fest. Bis da hinauf wo ein solches Fell Sinn macht, sind es ca. 30 bis 40km. Es wäre interessant zu wissen, wie er diesen Weg geschafft hat. Und vor allem warum er überhaupt herunter „gewandert“ ist. Sein dickes Fell erweist sich jedenfalls jetzt schon als fehl am Platze. Die kahlen Stellen an Brust und Beinen könnten auf einen Befall mit Milben hinweisen.“ Eines zeigt sich schnell: Max geht es nicht gut, seine Blutwerte sind extrem schlecht, so schlecht dass man Krebs vermutet. Seine Zähne sind ebenfalls ein grosses Problem. Sie dürften sich in einem ähnlich schlechten Zustand wie die von Fritzle vor seiner Behandlung befinden. Er tut sich sehr schwer das Fressen im Maul zu behalten. Max tut alles was er tut, schööön langsam und sparsam. Er frisst und säuft wenig (sehr zur Freude von Fritzle, dem es von Tag zu Tag besser geht). Aber er ist neugierig und scheint bis auf das Problem mit den Zähnen keine Schmerzen zu haben. Die Behandlung und Spezialbetreuung scheint nach einem Monat bereits angeschlagen zu haben und beim neuen Bluttest Ende Juli sind die Werte bereits wesentlich besser. Allerdings ist sein Gesundheitszustand immer noch nicht gut, Agnes und Peter, Tierarzt und Hufschmied machen alles, damit es dem Esel bald wieder besser geht. Lieber Max Du hast es verdient, Dein Gnadenbrot in einer geschützten Umgebung zu verbringen. 

Max hat bereits ein liebes Gotti gefunden, danke Prisca für die Übernahme der Patenschaft.

16. Juni 2014

Es gibt für einen Esel, der so lange angebunden leiden musste, wohl nichts Schöneres als ein Staubbad zu nehmen. Da staunen wir, wie gelenkig Eisel nun schon ist.
 

Fritzle macht Fortschritte. Obwohl er gestern Nacht wieder hin gefallen ist, war er in der Lage mit nur wenig Hilfe wieder auf zu stehen. Insgesamt geht es ihm aber viel besser.
 

Wir drücken die Daumen, dass es weiter steil aufwärts geht mit seinem Gesundheitszustand.

Fritzle neuer Notfall-Esel / 24. Mai 2014

Diese schrecklichen Bilder erreichen uns heute von Agnes & Peter in der Türkei. Das ist Fritzle, ein armer Eselsbub der ganz neu auf dem Eselgnadenhof der beiden Asyl gefunden hat.
Alles Gute Du armer Fritzle, was haben Dir die Menschen nur angetan? Nun bist Du in Sicherheit! Danke Agnes & Peter.
 

So hat alles angefangen:
Das Veterinäramt von Alanya hat in diesen Tagen den Peter kontaktiert, sie hätten einen ausgesetzten Esel. So wurde Fritzle wie der traurige Eselsbub zwischenzeitlich heisst, auf einem kleinen Bauhof aufgegriffen, wo er seit 10 Tagen herumstand. Die Arbeiter hatten ihn zwar versorgt, aber ansonsten war er in einem erbärmlichen Zustand:

Tiefe Schnittwunde  rund um den Hals weil er mit einem Draht angebunden war. Alle vier Hufe stark deformiert. Das Schlimmste ist, jeder Huf ist anders, das ergibt einen tapsigen, schaukelnden Gang. Wenn man ihn schubsen würde, würde er umfallen. Des Weiteren hat er auf der einen Seite überhaupt keine Mahlzähne mehr und auf der anderen so scharfe Zahnhaken, das er kaum fressen kann.

Dazu kommt, dass er kein Futter vom Boden aufnehmen kann, weil es seine ca 20 cm langen Schnabelhufe nicht zulassen, dass er sich soweit bückt ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen.

Peter füttert ihn mit einem Brei aus Weizenkleie und kleinen Apfelstückchen.

Glücklicherweise schein er „innendrin“ gesund zu sein. Der lokale Tierarzt hat ihn gleich vor Ort untersucht und behandelt. Herz und Lunge hören sich gut an und auch seine Verdauung funktioniert ganz ordentlich.

Besuch bei Agnes & Peter April 2014

Auch wenn dies ein eher kleines Tierschutzprojekt ist, ist es doch von grosser Bedeutung. Der einzige Gnadenhof für ausgediente Arbeitstiere in der Gegend um Alanya setzt ein wichtiges Zeichen und erzielt sprechend viel Aufmerksamkeit und Medienpräsenz. So werden Eisel, Josef & die anderen Grautiere zu Botschaftern dafür, dass die oft geschundenen Arbeitstiere wunderbare Kreaturen sind.

Ja und Eisel ist wirklich ungewöhnlich, er schmust unglaublich gern. Bei meinem Besuch hat er mir, wie das mein Hund manchmal macht, den Kopf regelrecht in den Bauch gestossen, um gekrault zu werden. Und zum Abschied führte er uns eine überaus witzige Nummer auf und streckte uns immer wieder die Zunge raus. Je mehr wir lachten umso mehr machte er es.

Die Tierschutzreise war sehr aufschlussreich aber auch sehr traurig, da es (auch hier) am politischen und offiziellen Willen fehlt, nachhaltige und übergreifende Lösungsansätze der Streunerproblematik und damit verbunden auch gegen die Tollwut zu verfolgen. Das Geld wäre zwar vorhanden, kommt aber anscheinend nicht an. Wir haben viele engagierte TierschützerInnen und auch tolle Türkische Tierärzte getroffen, haben Sachspenden, OP-Besteck und Studien verteilt. Es wird viel gemacht, aber der Weg ist sehr hart, steinig und weit…

Impressionen der Tierschutzreise in die Türkei

Die Tierschutzreise war sehr aufschlussreich aber auch sehr traurig, da es (auch hier) am politischen und offiziellen Willen fehlt, nachhaltige und übergreifende Lösungsansätze der Streunerproblematik und damit verbunden auch gegen die Tollwut zu verfolgen. Das Geld wäre zwar vorhanden, kommt aber anscheinend nicht an. Wir haben viele engagierte TierschützerInnen und auch tolle Türkische Tierärzte getroffen, haben Sachspenden, OP-Besteck und Studien verteilt. Es wird viel gemacht, aber der Weg ist sehr hart, steinig und weit…

Besonders geschockt hat uns, dass durch uns kastrierte Hunde von Hotels deportiert wurden. Das ist nicht nur grässlich, sondern dumm. Denn schon bald hat sich der frei gewordene Platz durch neue fremde Hunde aufgefüllt, Tiere, die weder kastriert noch geimpft sind, und das in einem „Tollwutland“. "Unsere" 5 kastrierten Hunde haben es wohl nicht überlebt…

Das Prinzip der Holding Capacity haben diese Hotelmanager definitiv nicht begriffen! Mal ganz abgesehen von den Reaktionen entsetzter Touristen auf dem Internet, die Vergiftungen und Deportationen mitgekriegt haben.

Eisel hat liebe Paten gefunden

Die beiden ausgewanderten Deutschen Agnes & Peter haben nach dem tragischen Vergiftungstod ihrer 3 Tierschutzesel beschlossen, einen Esel-Gnadenhof zu gründen. Der erste Esel auf dem Esel-Gnadenhof in der Südtürkei war Eisel. Dieser heisst übrigens so, weil der türkische Tierarzt Esel nicht korrekt aussprechen konnte und Eisel sagte.
Eisel ist laut Tierarzt weit über 20 Jahre alt und hatte in seinem Leben bereits mehrere Besitzer. Als ihn die beiden Tierschützer im Sommer 13 aus miserabler Haltung freikauften, konnte er mit seinen deformierten Hufen kaum noch gehen. Dank mehrerer drastischer Hufbehandlungen, kann er heute wieder kleinere Spaziergänge machen. Er ist der mit Abstand verschmusteste Esel der kleinen Herde. Der liebenswerte Esel Eisel hat es verdient, sein Gnadenbrot in einer geschützten Umgebung auf dem Gnadenhof bei Agnes & Peter zu verbringen.

Eisel hat mit seiner liebenswürdigen Art gleich 3 Paten gefunden. Vielen Dank an  Esther, Jörg und Katrin.

10. Juli 2013

Vom geschundenen türkischen Esel „Eisel“ der so gerne schmust
Die Stiftung Tierbotschafter.ch unterstützt neu den Esel-Gnadenhof von Agnes & Peter in der Türkei. Die beiden ausgewanderten Deutschen haben nach dem tragischen Vergiftungstod ihrer 3 Tierschutzesel beschlossen, einen Esel-Gnadenhof zu gründen. Die Tierbotschafter.ch unterstützen sie dabei und haben u.a. die Patenschaft für den ersten Esel Eisel übernommen. (Dieser heisst übrigens so, weil der türkische Tierarzt Esel nicht korrekt aussprechen konnte und Eisel sagte.)

1. Juni 2013

Ein grosses Problem sind die verwahrlosten Hufe der Esel. Laut Peter gibt es kaum noch Hufschmiede oder Hufpfleger, die diesen Namen auch verdienen. Meist werden die Hufe gar nicht gepflegt. Was oftmals aber noch schlimmere Auswirkungen hat, sind schlechte Hufbeschläge. Viele Halter glauben, dass ein solcher Beschlag jahrelang halten muss. Lose Eisen, ausgebrochene Hufe und Entzündungen unter den geschlossenen Hufeisen sind ein Grund dafür, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines türkischen Esels bei höchstens 20 Jahren liegt.

26. April 2013

Das stille Leiden der Esel in der Türkei oder: Wie alles beginnt, aus unserem Newsletter vom 26.4.13
Ein Bild des Jammers: Die Tierschützer Agnes und Peter retten an Ostern die geschundene Eselin auf der stark befahrenen 6 spurigen D 400 in Gazipasa. Der Tierarzt diagnostiziert: a.) "Bruch im Bauchraum" verursacht durch Schlag oder Tritt, b.)bereits verheilter Kieferbruch c.) vermutlich starke Gelenkschmerzen durch total deformierte Hufe und d.) ein allgemeiner misserabler Pflegezustand.

Wir werden die Kosten für die zweite, noch anstehende Notoperation von Josie - wie die geschundene Eselin inzwischen heisst- in der Türkei übernehmen. Weitere Infos und wie es Josie zwischenzeitlich ergangen ist, erfahren Sie im nächsten Newsletter.