Gabi und die wilden Katzenpopulationen im Tessin / Schweiz

Die Tierbotschafter unterstützten Gabi mit Patenschaften, Futter und Sachspenden und sorgten dafür, dass die wilden, scheuen Katzen wenn möglich auch medizinisch versorgt wurden. Leider war Gabi und ihre Katzenpopulastion den Nachbarn im Tessiner Dorf ein Dorn im Auge und die Behörden haben Gabi auf unrühmliche Art aus dem Dorf vertrieben.

Dass dieses Projekt sabotiert wurde, ist mehr als tragisch. Denn aus tierschützerischer Sicht ist es der falsche Weg, Tiere wegzusperren, zu vergiften oder zu vertreiben. Es ist bewiesen, dass geimpfte und gesunde Tiere nach dem Prinzip der „Holding-Capacity“ weiteren unerwünschten Nachwuchs und Zuwanderungen verhindern, da sie ihr Revier verteidigten. Die wilden Katzen werden sich weiter vermehren und aus anderen Revieren zuwandern, jetzt wo Gabis kastrierte und gesunden Katzen weg sind.
 

Ganzer Projektbeschrieb von 2013 oder wie alles angefangen hat
 

Italienischer Projektbeschrieb: Progetto Gabi in Ticino

Petition für Kastrationspflicht von Freigänger-Katzen in der Schweiz

Jetzt Formular ausdrucken und unterschreiben.

Bitte mitmachen und von allen Tierfreunden unterschreiben lassen; Alle Personen (auch Kinder) können unterschreiben. (Muss nicht nach PLZ geordnet sein.) DANKE!!!!!

In der Schweiz leben zwischen 100'000 und 300'000 herrenlose Katzen. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme besteht auch hierzulande ein Streunerproblem. Eine der Hauptursachen hierfür liegt darin, dass Privatpersonen ihre Freigänger-Katzen nicht kastrieren lassen und diese zusammen mit herrenlosen, unkastrierten Tieren ständig für weiteren Nachwuchs sorgen. Dies, obwohl die Tierschutzverordnung ausdrücklich festhält, dass Tierhaltende alles Zumutbare tun müssen, um zu verhindern, dass sich ihre Tiere übermässig vermehren (Art. 25 Abs. 4 TSchV). Das Paarungsverhalten unkastrierter Freigänger-Katzen unter Kontrolle zu haben, ist für deren Halter aber praktisch unmöglich.

Die Streunerproblematik ist mit viel Tierleid verbunden. Vermehren sich Katzen übermässig, bilden sich schnell grosse Populationen auf engem Raum, was zu Hygieneproblemen und zur Ausbreitung von Krankheiten führt. Viele Tiere sterben qualvoll, weil sie keine medizinische Versorgung erhalten oder nicht ausreichend Nahrung finden. Die unkontrollierte Vermehrung von Katzen führt ausserdem dazu, dass jedes Jahr unzählige ungewollte Jungtiere in Tierheime abgeschoben oder ausgesetzt werden. Insbesondere in ländlichen Gebieten werden unerwünschte Katzenwelpen zudem teilweise immer noch ertränkt oder auf andere tierquälerische Weise getötet.

Aus diesen Gründen ist die Haltung unkastrierter Katzen mit Freilauf aus Sicht des Tierschutzes höchst problematisch. Die Kastration von Freigänger-Katzen bildet eine verhältnismässige Massnahme, um einen weiteren Anstieg der Streunerpopulation zu vermeiden, das Katzenleid zu verringern und den Katzenbestand in der Schweiz nachhaltig zu regulieren. Die aktuell geltenden Rechtsvorschriften greifen zu kurz. Aus diesem Grund fordern die Initianten und Unterzeichnenden die Schaffung einer schweizweit geltenden Regelung, die sämtliche Halter von Freigänger-Katzen verpflichtet, diese von einem Tierarzt kastrieren zu lassen.

Die Tierschutzorganisationen NetAP und TIR sowie die mitwirkenden Organisationen und Unterzeichnenden fordern Bundesrat und Parlament auf, eine Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen, um die übermässige Vermehrung von Katzen einzudämmen und so das Katzenleid in der Schweiz zu vermindern. Hier gehts zum Petitions-Bogen, jetzt unterschreiben!

31. März 2016

Super es bewegt sich doch endlich was, denn in unserem eigenen Land haben wir ein grosses Problem mit verwilderten Katzenpopulationen!

Wir unterstützen die Petition von Netap und TIR
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NetAP und Tier im Recht fordern eine Kastrationspflicht für alle Freigänger-Katzen: Die Tierschutzorganisationen Network for Animal Protection (NetAP) und Stiftung für das Tier im Recht (TIR) fordern Bundesrat und Parlament auf, eine Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen, um die übermässige Vermehrung von Katzen einzudämmen und so das Katzenleid in der Schweiz zu vermindern.

Mehr: www.kastrationspflicht.ch

22. September 2015

Aufgrund der Vorkommnisse bei Gabi im Tessin und da wir in unserem eigenen Land ein grosses Problem mit verwilderten Katzenpopulationen haben, fordern wir die Chip- und Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz.

Hunderttausende von Katzen sind heimatlos in unserem Land. Keiner fühlt sich verantwortlich für sie. Sie sind das Resultat unkastrierter Familien- und Bauernhofkatzen. Durch Kastrationspflicht von Freigängern wie sie in Österreich und Teilen Deutschlands  bereits existiert, würde sich die Situation für die Samtpfoten auch bei uns massiv verbessern.

 

1. Januar 2015

Was sich im November 2014 am Fusse des Monte Lemas abspielte, ist sehr betrüblich und wurde zur regelrechten Tragödie für Gabi und ihre Schützlinge. Anscheinend fühlen sich Tessiner wie auch die Feriengäste aus dem Norden - wenn sie denn da waren – massiv gestört von den rund 20 geimpften und kastrierten Katzen. Teilweise waren es sehr scheue Tiere, die nur zum fressen kamen und die für Kastrationen und medizinische Betreuung mit der Falle eingefangen werden mussten. Viele dieser teilweise halbwilden Tiere waren inmitten der grossen weiten Natur des Südtessins kaum sichtbar und gingen den Menschen in der Regel auch aus dem Weg. Natürlich tummelten sich immer eine Handvoll Katzen um Gabis kleinem Miethäuschen und hofften auf Futter.
Dass die Katzen von Gabi und somit auch Gabi in ihrer Wohngemeinde Miglielia nicht gern gesehen waren, war schon länger bekannt. Zu was es aber führen kann, wenn Schreibtischtäter Streunerprobleme lösen wollen, zeigt dieses unrühmliche Beispiel in unserem eigenen Land. Denn die Behörden von Miglielia haben Gabis Wohnung kurzerhand konfisziert und zwangen sie somit zur Aufgabe ihres Tierschutzprojektes. Notabene ein durch die Stiftung Tierbotschafter.ch unterstütztes und anerkanntes Tierschutzprojekt.

Dank der Hilfe verschiedener Tierschützer konnten im letzten Monat die Katzen in Sicherheit gebracht und teilweise bereits an gute Plätzchen vermittelt werden. Gabi wird sich in der Deutschschweiz eine neue Existenz aufbauen müssen. Die Tiere und Tierschutz sind ihr Leben, man kann sich unschwer vorstellen, was dieser Eingriff für sie bedeutet.

Wir drücken allen Tierfreunden im sonnigen Tessin Daumen und Pfoten, dass dieses negative Beispiel ein Einzelfall bleibt! Denn aus tierschützerischer Sicht ist es der falsche Weg, Tiere wegzusperren, zu vergiften oder zu vertreiben. Denn geimpfte und gesunde Tiere – wie das die Tiere von Gabi waren - verhinderten nach dem Prinzip der „Holding-Capacity“ weiteren unerwünschten Nachwuchs und Zuwanderungen, da sie ihr Revier verteidigten.
Und Gabi wünschen wir von Herzen viel Kraft, ihren Lebenstraum an einem anderen Ort umzusetzen.

22. Juni 2014

Zum Sommeranfang viele herzliche Grüsse von diversen Findelkatzen aus dem Tessin. Gabi ist es gelungen Foto’s von den wilden Katzenpopulationen an den Futterplätzen zu machen. Bilder von den meist ziemlich scheuen Miezen wurden nur möglich, dank dem Gabi jetzt zweimal am Tag vorbeischau. So sind die Tiere etwas zutraulicher geworden.
Es sind auch zwei Foto’s von Braini (graues Büsi) dabei dem es zwichenzeitlich ausgezeichnet geht. Er hasst es zwar immer noch fotografiert zu werden, aber dank Zoom entkommt er Gabi nicht mehr so leicht.

22 giugno 2014
Per l’inizio dell’estate tanti cari saluti dal Ticino dai diversi gatti trovatelli. Gabi è riuscita a scattare foto della popolazione di gatti inselvatichiti nei luoghi dove sono state posizionate le loro mangiatoie. Le immagini di questi gatti, solitamente così timidi, sono state rese possibili, solo grazie al fatto che adesso Gabi passa due volte al giorno a controllare. In questo modo gli animali sono divenuti un po’ più  fiduciosi. Ci sono anche due foto di Braini (il micio grigio),  che nel frattempo si è ripreso magnificamente. Ancora odia venir fotografato, ma, grazie allo zoom di Gabi, è difficile che le scappi.

 

10. März 2014

Das ist Braini einer von Gabis Schützlingen. Die Einzelkämpferin im Tessin beschreibt ihren Schützling: „Diese graue Katze gehört zu der Sorte Samtpfoten, die auf einmal da sind. Ich habe keine Ahnung wie viele Jahre Braini schon bei mir ist. Er fällt auf, weil er für einen Kater besonders klein und sehr schlau ist. Wenn ich etwas mache, schaut er immer ganz genau hin und probiert nachher aus ob er das auch kann. So hat er auch angefangen mit den Pfoten zu essen, dass er dabei immer eine riesige Schweinerei veranstaltet stört ihn überhaupt nicht, schliesslich hat er ja mich zu putzen ;-) Beim Füttern rennt er immer von einem Napf zum andern, könnte ja sein, dass irgendwo was Besseres drin ist. Braini ist allgegenwärtig, immer online, verpasst nichts. Leider hat er seit einiger Zeit diesen Schnupfen, mal stärker (beim Jahreszeitenwechsel), mal weniger oder gar nicht. Zum Glück leidet sein Appetit nicht darunter. Dummerweise lässt er sich nicht anfassen, was eine seriöse Behandlung verhindert. Seine Lebensfreude leidet nicht darunter, aber es wäre sehr schön, wenn er diesen Schnupfen losbringen würde."

4. Oktober 2013

Unser Besuch bei Gabi, Annemarie und den wilden Katzen
In den abgelegen Tälern im Tessin hat es viele wilde Katzenpopulationen, die kaum sichtbar oder bekannt sind.
Gabi kümmert sich seit über 20 Jahren um die vielen Katzen ihrer Gegend. Sie füttert, pflegt und kastriert sie. In und um ihr kleines Miethäuschen am Fusse des Monte Lema streunen zur Zeit rund 50 bis 60 meist wilde Katzen. Und an 4 Aussenstellen im Wald versorgt sie zudem weitere wilde Samtpfoten. Sie setzt sich in selbstloser Weise für ihre Schützlinge ein und versucht möglichst alle medizinisch zu betreuen und zu kastrieren. Glücklicherweise wird sie bei ihrem Tierschutz-Engagement von ihrer Freundin Annemarie unterstützt, denn ein einfaches Unterfangen ist es nicht, die wilden, scheuen Katzen für eine allfällige medizinische Betreuung oder die Kastrationen einzufangen.
Magda und Brigitte haben die Tierschützerinnen Ende September im wunderschönen Malcantone besucht um sich ein Bild vor Ort zu machen und zu sehen, wo Hilfe am Nötigsten ist.
 

La nostra visita da Gabi e dai suoi gatti inselvatichiti.
Nelle più discoste valli ticinesi, ci sono molte popolazioni di gatti inselvatichiti, a malapena visibili e conosciute.
Gabi si occupa da più di 20 anni dei molti gatti della sua zona. Li nutre, li cura e li fa castrare. Al momento da 50 fino a 60 gatti, per la maggior parte randagi, vagabondano dentro ed intorno alla sua casetta in affitto, ai piedi del monte Lema. E, inoltre, in 4 luoghi esterni distaccati nel bosco, accudisce altri felini inselvatichiti. Gabi si adopera disinteressatamente per i suoi protetti, e tenta, per quanto possibile, di dare a tutti cure veterinarie e di farli castrare. Fortunatamente, il suo ingaggio nella protezione degli animali, viene sostenuto dalla sua amica Annemarie, dato che, catturare dei gatti selvaggi e schivi per eventuali cure veterinarie o per farli castrare, non è affatto un’impresa facile.
Alla fine di settembre, Magda e Brigitte hanno fatto visita alla protettrice degli animali nel meraviglioso Malcantone, per farsi un’idea sul luogo e per vedere dove fosse più necessario portare aiuto.

16. Juni 2013

Grosses Fressen… und von allen Seiten kommen die Samtpfoten daher. Gabi füttert ihre Schützlinge bei sich Zuhause und an mehreren Aussenstellen im Wald. Viele der Katzen sind so scheu, dass man sie nicht anfassen kann. Das macht die medizinische Betreuung und Versorgung umso schwieriger.

21. Februar 2013

In der Schweiz gibt es in allen Landesgegenden Kolonien verwilderter Katzen. Es reicht nicht aus, solche Tiere einfach zu füttern. Nachhaltiger und langfristiger Tierschutz bedeutet, verwilderte Büsis einzufangen, zu kastrieren und wieder an den herkömmlichen Platz zu bringen.Dies ist auch der Ansatz, der Gabi am Fusse des Monte Lema im Tessin verfolgt.
So besetzen sie Lebensraum und verhindern, dass andere Katzen in ihr Territorium einwandern. Sie agieren sozusagen als „Platzhalter“, können sich nicht mehr vermehren und leben unter dem Strich gesehen auch gesünder.

 

21 febbraio 2013
In Svizzera ci sono in tutte le zone del paese gatti inselvatichiti. Limitarsi semplicemente a nutrire tali animali non basta. Una protezione degli animali sostenibile ed a lunga scadenza significa catturare gatti randagi, farli castrare, e riportali al loro luogo di origine. Questo è anche l’approccio, che Gabi, ai piedi del monte Lema in Ticino, segue.
In questo modo occupano dello spazio vitale ed impediscono che altri gatti invadano il loro territorio. Agiscono, quindi, come se tenessero il “posto occupato”, non si possono più riprodurre e vivono in un certo senso anche in un modo più salutare.