Das Prinzip der Holding Capacity

Holding Capacity beschreibt das Fassungsvermögen von Tieren auf einem gewissen Gebiet und bedeutet, dass die Anzahl Streuner von Futter, Wasser, natürlichen Feinden und Platzverhältnissen abhängig ist.

Werden Hunde und Katzen z. B. durch Massentötungen, Vermittlung oder Wegsperren dezimiert, entspannt sich die Lage zwar kurzfristig. Da es aber plötzlich mehr Futter sowie grössere und freie Reviere hat, füllen sich diese schnell wieder mit neuen Tieren wie Welpen unkastrierter Besitzertiere, ausgesetzte Haustiere oder Streuner aus benachbarten Gebieten.

 

Weltweit streunen laut Schätzungen bis zu 600 Millionen Strassenhunde und 400 Millionen Strassenkatzen. In vielen Ländern versuchen Regierungen und Hotels der «Plage» mit Vergiftungen Herr zu werden. Das Töten streunender Katzen und Hunde löst das Problem jedoch keineswegs. 
Auch nach jahrelangen Massentötungen wurden weder die Streunertiere noch die damit verbundenen Tollwutfälle weniger. Abgesehen von der ethischen Grausamkeit liegen zudem die Kosten für das wirkungslose Töten und den Unterhalt von Tierheimen viel höher als die konsequente Kastration aller Streuner- und Besitzertiere. In Ländern wie Marokko oder der Türkei sind aktuell leider wieder massive Rückschritte zu verzeichnen, wurden doch erfolgsversprechende TNVR Ansätze erneut über Bord geworfen.

Wir bleiben trotzdem dran, weil wir an TNVR (Trap – Neuter – Vaccinate – Return) glauben. MEHR zu TNVR

Unsere Mittel sind begrenzt, weshalb wir unsere Energien und Ressourcen dort investieren, wo wir etwas nachhaltig bewegen können. Den oft steinigen Weg setzen wir beharrlich fort, um das weltweite Tierleid punktuell etwas zu lindern.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns begleiten und unterstützen.